LifestyleCafés & Restaurants • Oct 08, 2017

Erstes Foodsharing-Café in Deutschland

Insgesamt gehören fünf Gründer zum Team der „Raupe Immersatt“, die idealistische Werte im Umgang mit Lebensmitteln haben. Ihr Ziel ist es, auf die hohe Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen und ein Umdenken jedes Einzelnen im Umgang mit Lebensmitteln zu bewirken.

Über das Crowdfundingportal startnext hat die "Raupe Immersatt" eine Kampagne für ihr Foodsharing-Projekt gestartet.

Was macht die Raupe Immersatt?

Die Raupe Immersatt is ein ein gemeinnütziger Verein bzw. Café, das gerettete Lebensmittel kostenlos in seinem Foodsharing-Café anbietet. Ergänzend zu den Lebensmitteln gibt es regionale und fair-gehandelte Biogetränke im Sortiment, deren Preis du bestimmst.

Neben dem Speisen- und Getränkeangebots der Raupe Immersatt kannst du an Schnippeldiskos, Vorträgen und Kochkursen teilnehmen, wo die geretteten Lebensmittel verarbeitet werden und ein leckeres Gericht gekocht wird.

Woher kommen die geretteten Lebensmittel?

Die geretteten Lebensmittel im Café kommen von der Initiative foodsharing, die Hauptbestandteil des Foodsharing-Café-Konzepts ist.

Foodsharing ist eine gemeinnützige Initiative gegen Lebensmittelverschwendung und basiert auf ehrenamtlichen Engagement. 

Das Unternehmen stellt sogenannte Fair-Teiler zur Verfügung: Orte, an denen gerettete Lebensmittel gelagert werden bis zur Abholung durch Bedürftige. Jeder, der möchte, kann sich aktiv bei foodsharing engagieren oder auch hiervon profitieren und kostenfrei gerettete Lebensmittel beziehen.

Über 200.000 Foodsaver sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits aktiv und 3000 Kooperationsbetriebe stellen die Lebensmittel zur Verfügung.

Wie kann die Raupe Immersatt entstehen?

Die Raupe Immersatt hat eine Kampagne auf Startnext gestartet, die noch bis zum 04.11.2017 läuft. 

Das erste Fundingziel beträgt 18.000 Euro, die benötigt werden, um das Foodsharing-Café zu realisieren. Für 18.000 Euro kann die "Raupe Immersatt" komplett ausgestattet werden mit Siebträgermaschine, Einrichtungsmöbiliar und auch die Mietkaution kann bezahlt werden.

Die Raupe Immersatt achtet bei ihrer Innenausstattung auf die Verwendung von nachhaltigen Materialien und setzt daher gebrauchte Möbel im Foodsharing-Café ein.

Was ist das Besondere an der Foodsharing-Café-Idee?

Fazit:

Mir gefällt besonders gut die innovative Form der Geschäftsidee: ein Café basierend auf idealistischen Werten und Gemeinnützigkeit.

Normalerweise sind viele Cafébetriebe auf den wirtschaftlichen Aspekt fokussiert. Bei der Raupe Immersatt steht die Gemeinnützigkeit und der gemeinsame Austausch im Fokus.

Ich finde auch spannend, dass das Unternehmen Kochkurse, Schnippeldiskos etc. anbietet, um das Problem der Lebensmittelverschwendung zu betonen und einen wertschätzenden Umgang mit diesen wieder hervorzuheben.

Ich kann mir vorstellen, dass es künftig mehr von diesen Foodsharing-Cafés geben wird, da das Thema Lebensmittelverschwendung topaktuell ist und bereits von vielen Firmen (z.B. Too Good To Go, Sir Plus etc.) in verschiedenen Arten aufgegriffen wird.

Wenn auch du Lust hast, etwas Gutes für die Umwelt zu tun und kleines Geld für deinen nächsten Cafébesuch auszugeben, dann unterstütze dieses wunderbare Projekt hier.

Photo by Annie Spratt on Unsplash

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